Wärmepumpe: So lassen sich die Investitionskosten senken

Die Vorzüge der Wärmepumpe sind zahlreich: Die Betriebs- und Wartungskosten sind niedrig und moderne Anlagen liefern auch in unsanierten oder nur teilweise sanierten Gebäuden sehr gute Ergebnisse. Als Hürde gelten mitunter hohe Anschaffungskosten, besonders für Erdreich- und Wasserwärmepumpen. Was Ihnen neben staatlicher Zuschüsse beim Umstieg von Öl und Gas dabei hilft Ihre Investitionskosten gering zu halten, erfahren Sie im Folgenden:

@Ben_stockadobe.com

Mehrere Angebote einholen


Wie für alle Gewerke gilt auch für die Wärmepumpe: Vergleichsangebote einholen! Nicht nur aus Kostengründen. Unterschiedliche Installationsbetriebe haben auch unterschiedliche Ideen für die Umsetzung. Und vielleicht hat der eine Betrieb auch die passendere technische Lösung im Gepäck.

Das passende Gerät auswählen

Niedrige Kosten fangen bereits bei der guten Planung durch einen kompetenten Handwerksbetrieb und der Gerätewahl an. Ist die Gebäudehülle schon gut gedämmt und der Wärmebedarf entsprechend niedrig, können deutlich kleinere und leistungsschwächere Anlagen gewählt werden. Dann kann die günstigere Luftwärmepumpe die insgesamt wirtschaftlichere Lösung sein, auch wenn das Gerät etwas weniger effizient arbeitet und entsprechend mehr Strom verbraucht. Anders bei einem unsanierten Altbau – hier ist es unter Umständen sinnvoll auf die effizienteren Varianten (Grundwasser- und Erdreichwärmepumpe) zurückzugreifen, auch wenn es in der Anschaffung teurer ist, weil sonst die Betriebskosten dauerhaft deutlich höher sind.

Wenn Sie es genauer wissen wollen, oder Hilfe bei der Entscheidung zur Heizungswahl benötigen: Unsere Profis der Energieberatung helfen Ihnen gerne weiter. Produktneutral und ganz auf Sie abgestimmt. Erste Anlaufstelle ist unser kostenloses Energietelefon unter 05572 31 202-112.

Fundament in Eigenregie erstellen

Viel Geld einsparen lässt sich beim Fundament für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die am häufigsten eingesetzte Wärmepumpen-Lösung. Für das Erstellen des Fundaments setzen Heizungsbaubetriebe in ihrem Angebot nicht selten 2.000 bis 3.000 Euro dafür an. Hier selbst Hand anzulegen, lohnt sich richtig – was übrigens auch ohne Graben und Betonieren geht, indem man nämlich sogenannte Schraubfundamente verwendet. Damit sinken die Ausgaben fürs Fundament von ein paar tausend Euro, wenn man die Erd- und Betonierarbeiten vergibt, auf wenige hundert Euro im Do-it-yourself-Verfahren.

Geld sparen beim Warmwasserspeicher

Ordentliche Einsparpotenziale gibt es auch beim Thema Speicher. Bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, wo die Hygieneregeln – Stichwort Legionellen – verhältnismäßig einfach einzuhalten sind, reicht in der Regel ein günstiger Standardwarmwasserspeicher vollkommen aus. Schon etwas teurer ist ein sogenannter Hygiene-Kombispeicher, der eine deutlich geringere Trinkwassermenge bevorratet – 30 bis 40 Liter. Die teuerste Lösung ist die Frischwasserstation mit vorgeschaltetem Heizungswasser-Pufferspeicher. Diese Variante ist im Vergleich zum Standardwarmwasserspeicher um 2.000 bis 4.000 Euro teurer. Bei Mehrfamilienhäusern mit strengeren Hygienebestimmungen mag der Mehraufwand gerechtfertigt sein. Beim Einfamilienhaus tut es in der Regel eine einfachere und günstigere Lösung.
 

Unbedingt achten sollte man auf kurze Leitungswege – von der Wärmepumpe ins Haus, aber auch anschließend in den Heizungskeller zum Warmwasserspeicher. Das sorgt nicht nur für eine höhere Effizienz der Heizungsanlage, vor allem was den Weg ins Haus betrifft, sondern auch für insgesamt niedrigere Kosten. Jeder Meter mehr an Leitungsrohren macht sich in der Gesamtrechnung bemerkbar.

Rohrleitung selbst dämmen

In diesem Zusammenhang noch ein Tipp: Wer die Leitung im Keller selbst dämmt, kann auch etwas Geld sparen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier. Etwas handwerkliches Geschick und die kurze Einweisung durch eine Fachperson reichen aus.

 

Energietelefon

Energieberatung und Gebäudetechnik
T +43 5572 31 202 - 112
veröffentlicht 04.03.2026 , zuletzt geändert 05.03.2026