Wärmepumpe: So lassen sich die Investitionskosten senkenWärmepumpen erfreuen sich großer Beliebtheit: Sie haben niedrige Betriebs- und Wartungskosten und funktionieren oft auch in unsanierten Gebäuden gut. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Investitionskosten einer neuen Wärmepumpe senken können.https://www.energieinstitut.at/privatpersonen/heizung-und-lueftung/die-waermepumpe-eine-glanzleistung-an-effizienz/waermepumpe-so-lassen-sich-die-investitionskosten-senkenhttps://www.energieinstitut.at/privatpersonen/heizung-und-lueftung/die-waermepumpe-eine-glanzleistung-an-effizienz/waermepumpe-so-lassen-sich-die-investitionskosten-senken/@@images/image-1200-13455cff7cc0fd7bde14f5abdb8d3d05.jpeg
Wärmepumpe: So lassen sich die Investitionskosten senken
Wärmepumpen erfreuen sich großer Beliebtheit: Sie haben niedrige Betriebs- und Wartungskosten und funktionieren oft auch in unsanierten Gebäuden gut. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Investitionskosten einer neuen Wärmepumpe senken können.
@Ben_stockadobe.com
Mehrere Angebote einholen
Wie für alle Gewerke gilt auch für die Wärmepumpe: Vergleichsangebote einholen! Nicht nur aus Kostengründen. Unterschiedliche Installationsbetriebe haben auch unterschiedliche Ideen für die Umsetzung. Und vielleicht hat der eine Betrieb auch die passendere technische Lösung im Gepäck.
Das passende Gerät auswählen
Niedrige Kosten fangen bereits bei der guten Planung durch einen kompetenten Handwerksbetrieb und der Gerätewahl an. Ist die Gebäudehülle schon gut gedämmt und der Wärmebedarf entsprechend niedrig, können deutlich kleinere und leistungsschwächere Anlagen gewählt werden. Dann kann die günstigere Luftwärmepumpe die insgesamt wirtschaftlichere Lösung sein, auch wenn das Gerät etwas weniger effizient arbeitet und entsprechend mehr Strom verbraucht.
Anders bei einem unsanierten Altbau – hier ist es unter Umständen sinnvoll auf die effizienteren Varianten (Grundwasser- und Erdreichwärmepumpe) zurückzugreifen, auch wenn es in der Anschaffung teurer ist, weil sonst die Betriebskosten dauerhaft deutlich höher sind.
Wenn Sie es genauer wissen wollen, oder Hilfe bei der Entscheidung zur Heizungswahl benötigen: Unsere Profis der Energieberatung helfen Ihnen gerne weiter.Produktneutral und ganz auf Sie abgestimmt. Erste Anlaufstelle ist unser kostenloses Energietelefon unter 05572 31 202-112.
Fundament in Eigenregie erstellen
Viel Geld einsparen lässt sich beim Fundament für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die am häufigsten eingesetzte Wärmepumpen-Lösung. Für das Erstellen des Fundaments setzen Heizungsbaubetriebe in ihrem Angebot nicht selten 2.000 bis 3.000 Euro dafür an. Hier selbst Hand anzulegen, lohnt sich richtig – was übrigens auch ohne Graben und Betonieren geht, indem man nämlich sogenannte Schraubfundamente verwendet. Damit sinken die Ausgaben fürs Fundament von ein paar tausend Euro, wenn man die Erd- und Betonierarbeiten vergibt, auf wenige hundert Euro im Do-it-yourself-Verfahren.
Geld sparen beim Warmwasserspeicher
Ordentliche Einsparpotenziale gibt es auch beim Thema Speicher. Bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, wo die Hygieneregeln – Stichwort Legionellen – verhältnismäßig einfach einzuhalten sind, reicht in der Regel ein günstiger Standardwarmwasserspeicher vollkommen aus. Schon etwas teurer ist ein sogenannter Hygiene-Kombispeicher, der eine deutlich geringere Trinkwassermenge bevorratet – 30 bis 40 Liter. Die teuerste Lösung ist die Frischwasserstation mit vorgeschaltetem Heizungswasser-Pufferspeicher. Diese Variante ist im Vergleich zum Standardwarmwasserspeicher um 2.000 bis 4.000 Euro teurer.
Bei Mehrfamilienhäusern mit strengeren Hygienebestimmungen mag der Mehraufwand gerechtfertigt sein. Beim Einfamilienhaus tut es in der Regel eine einfachere und günstigere Lösung.
Unbedingt achten sollte man auf kurze Leitungswege – von der Wärmepumpe ins Haus, aber auch anschließend in den Heizungskeller zum Warmwasserspeicher. Das sorgt nicht nur für eine höhere Effizienz der Heizungsanlage, vor allem was den Weg ins Haus betrifft, sondern auch für insgesamt niedrigere Kosten. Jeder Meter mehr an Leitungsrohren macht sich in der Gesamtrechnung bemerkbar.
Rohrleitung selbst dämmen
In diesem Zusammenhang noch ein Tipp: Wer die Leitung im Keller selbst dämmt, kann auch etwas Geld sparen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier. Etwas handwerkliches Geschick und die kurze Einweisung durch eine Fachperson reichen aus.
Betriebskosten mit wenigen Handgriffen senken
Nicht nur die Investitionskosten lassen sich durch kluges Vorgehen senken. Auch die Betriebskosten können durch wenige Handgriffe und Einstellungen gesenkt werden. Ein durchgeführter hydraulischer Abgleich sowie eine auf die eigenen Bedürfnisse und Randbedingungen des Gebäudes abgestimmte Einstellung der Heizkurve erhöhen die Effizienz der Anlage und senken deren Betriebskosten.
Während ein hydraulischer Abgleich in der Regel durch den Installationsbetrieb vorgenommen wird, kann die Heizkurve von den Bewohner*innen und selbst ein- bzw. nachgestellt werden. Michael Braun, Bereichsleiter Energieberatung und Gebäudetechnik
Wie das geht und auf was Sie achten sollten, erklärt Ihnen Michael Braun im folgenden Video:
Textcredit: Wir bedanken uns herzlich bei der eza! Allgäu, an deren Beitrag sich unser Text orientiert hat.