Die wichtigsten Zusammenhänge im Entstehungsprozess von öffentlichen Gebäuden wird am Beispeil von drei gelungenenen öffentlichen Gebäuden in einer Publikation gezeigt.

Vorarlberger Vorbilder

Vorarlberger Gemeinden haben die wesentlichen Grundsätze eines erfolgreichen Planungsprozesses früh erkannt. In keiner anderen Region in Europa gibt es eine solche Dichte von besonders nachhaltigen Kommunalgebäuden, die in den letzten 10 Jahren gebaut wurden. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen zeugen von dieser hohen Gebäudequalität. Die Beispielprojekte Mittelschule Bürs, Pfarrhaus Krumbach und Kindergarten Muntlix zeigen, dass in der Bauaufgabe entsprechender Planungsprozess inklusive Projektmanagement essentiell für das gute Gelingen eines kommunalen Bauvorhabens ist.

Zielgruppe Kommunalpolitiker

Die Publikation richtet sich an neue Kommunalpolitiker in Gemeinden, die entscheiden, welche öffentlichen Gebäude saniert werden und welche Neubauprojekte in Angriff genommen werden. Damit lösen sie jahrelange Entscheidungs- und Planungsprozesse aus, die viel Geld kosten. Im Idealfall entsteht aus genau definierten Ansprüchen der Gemeinde ein architektonisch hochwertiges Gebäude, das von Handwerkern der Region aus Materialien der Region geschaffen wurde, das wenig graue Energie verbraucht hat und wenig oder keine Energie in der Nutzung benötigt. Es ist gut nutzbar, stiftet im Ort Identität, altert in Würde und hält viele Jahre ohne Bauschaden.

Mit gut geführtem Prozess zum Erfolg

Da diese Idealfälle relativ selten sind, wird in der Publikation aufgezeigt, unter welchen Bedingungen gute Gebäude entstehen können. Beim Sammeln der Ideen für die Vorbilder, wurde auch immer wieder klar, dass nicht nur einzelne Zutaten, wie ein sorgfältiges Raumprogramm oder ein Stararchitekt zum Erfolg führen, sondern gut geführte Prozesse. Diese Prozesse zu dokumentieren und insbesondere neuen, frisch gewählten Kommunalpolitikern anschaulich darzustellen, ist die Aufgabe der Veröffentlichung, die im April erscheint.

Möglich wurde sie durch die Förderung des „Alpine Space“ Projektes „AlpBC“. AlpBC ist die Abkürzung für alpine Baukultur. Anstelle einzelner Beratungsgespräche, liegt nun dieses Buch für gewählte Kommunalpolitiker vor. Es erklärt in kurzen Texten und vielen Bildern die Entstehung der drei Beispielgebäude, lässt die Bürgermeister zu Wort kommen und stellt die Architekten vor. Im mittleren Teil des Buches werden die Prozesse der Projekte verglichen und zum Abschluss Gespräche mit den Nutzern geführt und einige besondere Aspekte jedes Gebäudes hervorgehoben.