Mit 24 Metern Seitenlänge steht der weiße Würfel als vielschichtiger Gegenentwurf im Millenium Park von Lustenau. Neben der unerwarteten Massivität der Lochfassade offeriert das Büro- und Wohnhaus auf der Materialebene Dauerhaftigkeit und Wertigkeit, verzichtet gelassen, ohne jedoch banal zu werden.

Dies zeigt sich von der händisch aufgebrachten Putzfassade aus selbstgebranntem Kalk über die großzügigen Raumhöhen bis hin zu langlebig entworfenen Eichenmöbeln und den gestreckten Ledersofas der Cafeteria. So greift dieser Bau unkonventionell beinahe vergessene Handwerkstechniken und Entwurfsgedanken der Gründerzeit auf und öffnet sich seit Jahren einem interessierten Publikum in zahlreichen Führungen.

2226 Bildnachweis archphoto.inc Baumschlager Eberle Architekten

Bildnachweis archphoto.inc Baumschlager Eberle Architekten

be 2226: 22 bis 26 Grad Raumtemperatur ohne Heizung und Kühlung

Ein Bürohaus braucht keine Heizung, auf die Klimatisierung lässt sich verzichten, ja selbst auf herkömmlichen, außenliegenden Sonnenschutz. Dennoch ganzjährig thermischen Komfort bei 22 bis 26 Grad Innenraumtemperatur erreichen – das steckt hinter dem Namen des Projekts „be 2226“.

Dass dieses Konzept bei sehr guter Raumluftqualität durch Low-Tech Ansätze erreichbar ist, belegen die Messreihen von Physiker Dr. Peter Widerin. Die Intuition des erfahrenen Architekten goss der nach Michigan ausgewanderte Lars Junghans in einen Algorithmus, der alle Parameter ausgewogen in Einklang gebracht hat.

Low Tech-Komponenten des be 2226:

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Speichermasse

Masse & Saisonverlagerung

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Luftaustausch über Fenster

Bedarfsgerechte Lüftung

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sonstige

Behaglichkeit
Kompaktheit