Der Low-Tech Ansatz der Lüftung besteht in einer offenen Führung der Luft, die frei durch die Büros streicht. Die Zuluft für jeden Arbeitsplatz wird aus den Brüstungen eingeströmt, durchquert den Raum und verlässt über schallgedämmte Überstromöffnungen das Büro. Dort wird sie durch die Thermik in der Halle zu der auf dem Dach aufgesetzten Laterne geführt, in der die verbrauchte Luft entnommen wird.

Es handelt sich also um eine kontrollierte Belüftung mit zentraler Abluft. Diese Form der Lüftung nennt man auch Kaskadenlüftung. Die zentrale Abluft mit Wärme- und Kältetauscher ist auf dem Dach installiert und kann mit warmem oder kaltem Wasser temperiert werden, wenn die Rückgewinnung nicht ausreicht.

Das Atrium im Bürogebäude der i+R Gruppe sorgt für die notwendige sanfte Thermik, damit die Kaskadenlüftung funktioniert. Bildnachweis: Bruno Klomfar

Das Atrium im Bürogebäude der i+R Gruppe sorgt für die notwendige sanfte Thermik, damit die Kaskadenlüftung funktioniert. Bildnachweis: Bruno Klomfar

Die Lüftung in den Räumen kann man nicht hören. Weder in den Besprechungsräumen noch in den Büros. Es gibt auch keinen Zug, das würde ich merken, weil immer Papierblätter auf meiner Brüstung liegen.
Nutzerin Olga Flatz-Wimmer

Lüftungskonzept des i+R Bürogebäudes. Grafik Dietrich|Untertrifaller Architekten

Das Lüftungskonzept vom Bürogebäude der i+R Gruppe. Grafik: Dietrich|Untertrifaller Architekten