Zu Gast bei Partnerbetrieb SST GmbH in Hohenems

Im Oktober öffnete die SST GmbH ihre Türen für die Partnerbetriebe, Energieberater*innen und Mitarbeitende des Energieinstituts.

PV-Fassade des neuen Betriebsgebäudes

Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in die Produktion und Montage ganzheitlicher Solarlösungen – von Indach- und Aufdachsystemen bis zu Sonderlösungen für Fassaden und Überdachungen. 


Das 2008 gegründete Unternehmen SST GmbH  gehört seit 2022 zur INHAUS Gruppe und hat seinen Sitz seitdem in Hohenems. Derzeit sind  22 Mitarbeitende bei SST beschäftigt. Exportiert wird vor allem in die Schweiz, nach Deutschland, Belgien und Italien. Mit der Übernahme von Winkler Solar im Juli 2026 und Investitionen durch INHAUS von rund 17 Millionen Euro in Grundstückskauf und Neubau, setzt SST klar auf Wachstum in Photovoltaik und Solarthermie.

Rundgang durch Gebäude und Produktion

Beim Rundgang mit Martin Bohle und Dominik Obmann durch das neue Firmengebäude wurde sofort sichtbar, wie Photovoltaik zum Teil der Architektur werden kann: Die Fassade des Gebäudes ist selbst eine PV-Anlage mit 108 kWp Leistung. Für die neue Halle besteht zudem die Option, diese um die gleiche Fläche auf insgesamt 5.400 m² zu erweitern. In der Produktion konnten die interessierten Fachleute verfolgen, wie PV-Indach- und PV-Fassadenkollektoren sowie thermische Solarkollektoren vor Ort gefertigt werden.

Fachvortrag: PV-Indach, PV-Fassade und Solarthermie

Im Fachvortrag erläuterte Jürgen Egender, Leiter des Bereichs Energietechnik bei INHAUS, die Produktlinien. PV-Indach-Kollektoren ersetzen die herkömmliche Dacheindeckung und ergeben eine geschlossene, ruhige Dachfläche. Sie werden als modulare Elemente in verschiedenen Größen gefertigt und an die jeweilige Dachfläche angepasst. PV-Fassadenkollektoren aus Aluminium übertragen dieses Prinzip auf die Gebäudehülle.

Ein aktuelles Beispiel ist eine Bergbahn im Schigebiet Montafon, deren Talstation eine PV-Fassade mit 47,8 kWp und die Bergstation eine mit 43,2 kWp erhält. Daneben setzt SST weiterhin auf Solarthermie: Die Großflächenkollektoren mit hochselektiven Vollflächenabsorbern erreichen laut Hersteller einen Wirkungsgrad von 75 bis 80 Prozent und lassen sich mit Schrägschnitten, Sondergrößen und Aussparungen auch an architektonisch anspruchsvolle Dächer anpassen. Wie sich beide Technologien verbinden lassen, zeigt das System SST Connect: Es kombiniert Solarthermie und Photovoltaik, kommt mit wenigen Steckverbindungen aus und ermöglicht einen einfacheren Austausch einzelner Module.

Systemaufbau und Energiemanagement von „neoom“

Deutlich wurde auch, dass eine PV-Anlage aus weit mehr als den Modulen besteht. Zum System gehören der Generatoranschlusskasten mit Überspannungsschutz, der Wechselrichter, ein Smart-Meter und je nach Bedarf ein Batteriespeicher, ein Verbrauchsregler für die Warmwasserbereitung und eine Ladestation für das E-Auto. 
Damit diese Komponenten sinnvoll zusammenspielen, braucht es ein Energiemanagement. SST setzt dafür auf das System von „neoom“, das PV-Anlage, Speicher, Warmwasser, E-Mobilität und Wärmepumpe miteinander vernetzt und auch dynamische Strompreise berücksichtigt. Strom wird so bevorzugt dann verbraucht oder gespeichert, wenn die eigene Anlage Überschuss liefert oder der Netzstrom günstig ist. Mit Blick auf künftige Änderungen bei den Netzkosten wird diese Steuerung vom Komfortmerkmal zum wirtschaftlichen Faktor.

Leistungen und Partnerschaft

SST bietet dabei alles aus einer Hand – von der Planungsunterstützung über das Ausmessen der Anlagen per Drohne bis zu Montage, Installation und Wartung, wobei Ausmessen, Installation und Service regional angeboten werden. Fachbetrieben steht zudem eine Partnerschaft offen, bei der projektbezogen bestellt wird und weder Lagerhaltung noch Logistikkosten anfallen.

Ein herzlicher Dank geht an Dominik Obmann (Verkaufsleiter SST) und Jürgen Egender (Leiter Energietechnik INHAUS) für die Organisation sowie an den operativen Leiter der SST GmbH, Martin Bohle sowie an Harald Glück (Produktionsleiter SST) für die Führung durch das Haus. 

„Der große Andrang und das enorme Interesse an unserer Betriebsbesichtigung haben mich sehr gefreut. Es war beeindruckend, so viele interessierte und wissbegierige Menschen bei uns begrüßen zu dürfen. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen konnten, welche hochwertigen und individuellen Solarlösungen wir hier in Vorarlberg entwickeln und produzieren. Von Photovoltaik über Solarthermie bis hin zu maßgeschneiderten Sonderlösungen entsteht bei SST vieles direkt in der Region. Dieses Wissen und unsere Innovationskraft mit unseren Gästen zu teilen, war für uns etwas ganz Besonderes.“
Martin Bohle, operativer Leiter SST GmbH

Die Inhaus Gruppe mit SST GmbH sind Premiumförderer der Partnerbetriebe. Hier erfahren Sie  mehr über das Netzwerk Partnerbetrieb Traumhaus Althaus.

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veröffentlicht 11.11.2023 , zuletzt geändert 29.10.2026