5 gute Gründe

Bevor eine Gemeinde Maßnahmen im Bereich Parkraummanagement entwickelt, braucht es eine klare politische Abstimmung über die angestrebten Ziele. Es gibt viele gute Gründe, sich mit diesem Thema zu befassen.

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Ein gut geplantes und durchdachtes Parkraummanagement trägt wesentlich dazu bei, die Verkehrsmittelwahl in Gemeinden und Unternehmen zu beeinflussen – insbesondere bei kurzen Wegen. Gleichzeitig ermöglicht es eine effizientere Nutzung wertvoller Flächen, da die Verfügbarkeit von Parkplätzen für viele Menschen ein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Gleichzeitig ermöglicht es Gemeinden zukunftsorientierte Mobilitätslösungen umzusetzen. Fünf gute Gründe für die Umsetzung von Parkraummanagement in Ihrer Gemeinde: 

  1. Knappe Parkplätze besser verfügbar machen
    In vielen Ortszentren sind Parkflächen begrenzt und sollten daher gezielt jenen zur Verfügung stehen, die sie wirklich brauchen – Besucher*innen, Kund*innen und Gäste von Handel, Gastronomie und Gewerbe. Ein gut durchdachtes Parkraummanagement verhindert, dass diese wertvollen Flächen von Dauerparkern blockiert werden. Das stärkt die Nahversorgung, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Betriebe gegenüber Standorten „auf der grünen Wiese“ und fördert die Wertschöpfung in den Gemeinden. Zudem sorgt ein einheitliches Regelwerk für eine effizientere Nutzung des knappen (Park-)raums und für mehr Klarheit.

  2. Verkehr lenken und verlagern
    Durch zeitlich begrenzte Parkzonen und die Einhebung von Parkgebühren in Bereichen mit hohem Parkdruck können Verkehrsströme gezielt gelenkt und reduziert werden. Personen, die kurze Wege haben oder über gute Verbindungen im öffentlichen Verkehr verfügen, werden motiviert, vermehrt auf Bus, Bahn, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften umzusteigen. So leistet Parkraummanagement einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Staus, Luftbelastung und CO₂-Emissionen und fördert gleichzeitig eine gesunde, aktive und umweltfreundliche Mobilität.

  3. Verkehrssicherheit erhöhen
    Ein modernes Parkraummanagement umfasst auch ein intelligentes Parkleitsystem, das den Parksuchverkehr reduziert und Fahrzeuge gezielt zu freien Stellplätzen führt. Damit wird „wildes“ Parken vermieden und Gehwege sowie Straßen bleiben frei und sicher.
    Kontrollorgane sorgen zusätzlich dafür, dass Parkregeln eingehalten werden – zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer*innen und zur Entlastung des innerörtlichen Straßenraums.

  4. Aufenthaltsqualität verbessern
    Weniger Lärm, weniger Verkehrsbelastung, mehr Sicherheit – ein strukturiertes Parkraummanagement steigert unmittelbar die Lebensqualität in den Gemeinden. Durch die effizientere Nutzung vorhandener Flächen entstehen neue Freiräume, die zur Aufwertung des öffentlichen Raums beitragen können. So werden Ortszentren nicht nur funktionaler, sondern auch attraktiver und lebenswerter gestaltet.

  5. Kostenbeitrag nach dem Verursacherprinzip
    Die Errichtung und Instandhaltung kommunaler Parkflächen verursacht erhebliche Kosten.
    Durch die Einhebung von Parkgebühren leisten jene, die diese Flächen tatsächlich nutzen, einen fairen Beitrag zu Bau, Betrieb und Unterhalt des Parkplatzes. So wird das Parkangebot nachhaltig finanzierbar und kann langfristig in hoher Qualität erhalten bleiben.

Caroline Jäger BA

Mobilität EFRE
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veröffentlicht 26.11.2025