Beton 2.0
In den letzten 20 Jahren hat sich die weltweite jährliche Betonproduktion mehr als verdoppelt und verursacht rund acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Neben den CO2-Emissionen ist auch der Rohstoffbedarf erheblich: Jährlich werden für die Betonherstellung zwischen 20 und 30 Milliarden Tonnen Sand und Kies benötigt.
Ressourcenschonender Betonbau
Im nachhaltigen und ressourcenschonenden Betonbau stehen zwei Aspekte im Mittelpunkt: die Reduktion der CO₂-Emissionen und ein möglichst sparsamer Einsatz von Rohstoffen. Dafür ist die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erforderlich: von der Planung, Materialwahl und Errichtung über die Nutzung bis hin zu Rückbau, Wiederverwendung und Recycling.
Orientierung bietet die Nachhaltigkeitspyramide. Die Basis der Pyramide und damit die wirksamste Maßnahme besteht darin, den tatsächlichen Bedarf kritisch zu hinterfragen und Neubauten zu vermeiden.

Drei wesentliche Handlungsfelder
Auf der nächsten Ebene der Nachhaltigkeitspyramide folgt die Weiternutzung, Umnutzung oder effizientere Auslastung bestehender Gebäude sowie die Wiederverwendung vorhandener Bauteile. Materialeffiziente Planung und Konstruktion tragen dazu bei, die verbaute Betonmenge gezielt zu reduzieren. Die Spitze der Pyramide bildet die Optimierung des Materials und aller seiner Bestandteile.
Basierend auf dieser Nachhaltigkeitspyramide können drei wesentliche Handlungsfelder für den ressourcenschonenden Betonbau definiert werden:
Material verbessern
In der Betonrezeptur und der -herstellung liegt viel Optimierungspotential. Über die Gesteinskörnung und den Zement sowie mit weiteren Zusatzstoffen kann Beton als Baumaterial nachhaltiger werden.
Konstruktion optimieren
Nachhaltiger Betonbau endet nicht bei der Betonrezeptur. Entscheidend ist auch, wie der Materialeinsatz durch Planung, Tragwerkskonzept und Bauteilgeometrie optimiert werden kann.
Bestand nutzen
Große Ressourceneinsparungen können durch Weiternutzung, Umnutzung oder effizientere Auslastung vorhandener Gebäude und durch die Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen erfolgen.
Mehr zum ressourcenschonenden Beton inklusive Praxisbeispielen können Sie in unserer
Broschüre Beton 2.0 nachlesen.