Bestand nutzen

Große Ressourceneinsparungen können durch Weiternutzung, Umnutzung oder effizientere Auslastung vorhandener Gebäude und durch die Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen erfolgen.

Energieinstitut Vorarlberg

   Umnutzung 

Der Betonbau bietet aufgrund der großen möglichen Spannweiten und dem damit verbundenen Maß an Flexibilität grundsätzlich gute Grundvoraussetzungen für eine lange Nutzungsdauer. Am einfachsten ist dies umsetzbar, wenn bereits frühzeitig, sprich in der Planung des Bauwerks, folgendes berücksichtigt wird:

  • flexible Grundrisse
  • anpassbare Gebäudestrukturen
  • Umnutzung statt Abriss.

   Wieder- und Weiterverwendung 

Durch die direkte Wiederverwendung von Bauteilen kann die darin enthaltene graue Energie aus Herstellung und Transport erhalten und Abfallvolumen reduziert werden. 
Die lange Zeit scheinbar unbegrenzte Materialverfügbarkeit führte in den letzten Jahrzehnten dazu, dass die zuvor selbstverständliche Wiederverwendung von gebrauchten Baumaterialien und Bauteilen in unseren Breitengraden an Relevanz verlor. 

Neue, den aktuellen Technologien entsprechende Ansätze zum Re-Use von Bauteilen befinden sich derzeit meist noch im Experiment- oder Pilotmaßstab. Sie zeigen jedoch klar das Potenzial zukünftiger zirkulärer Bauweisen. 

Eine besondere Herausforderung für das Bauen mit Re-Use-Bauteilen ist die gesetzliche und normative Gleichstellung mit Primärrohstoffen. Unterstützt werden könnte eine breite Anwendung zirkulärer Bauweisen beispielsweise damit, dass für Neubauten mit wiederverwendeten Bauteilen ähnliche Regelungen angewendet werden können wie bei Sanierungsprojekten.


Weiteres zur beispielhaften Weiternutzung von Betongebäuden und -bauteilen kann in der Broschüre Beton 2.0 nachgelesen werden. 

veröffentlicht 08.10.2026