Warmes Wasser mit der Kraft der Sonne zu erzeugen ist längst Stand der Technik. Thermische Solaranlagen liefern zuverlässig kostenlose Energie und sind daher gerade in Zeiten steigender Energiepreise empfehlenswert.

Mit einer Solaranlagenfläche von ca. 0,8m2 pro Einwohner hat Vorarlberg einen Spitzenplatz im Ranking der Solarregionen Europas. Bis Ende 2014 waren rund 260.000 m2 thermische Sonnenkollektoren installiert. Jährlich kommen rund 12.000 m2 dazu.

  •  Was kostet eine Solaranlage?
    Für ein Einfamilienhaus mit 8 m2 Kollektorfläche belaufen sich die Kosten auf € 8.000 bis € 10.000. Die Landesförderung ist bei diesen Angaben noch nicht abgezogen. Bei vielen Mehrwohnungshäusern ist eine zentrale Solaranlage bereits Standard.
  • Wie viel Energie produziert meine Anlage?
    1m2 Kollektorfläche gewinnt rund 350 und 450 kWh pro Jahr. Das entspricht 30 bis 40 Liter Heizöl, über die Lebensdauer gerechnet rund 1000 Liter Heizöl pro Quadratmeter Kollektorfläche. Vakuum-Röhrenkollektoren liefern rund 25 bis 40% mehr Ertrag pro m2.
  • Rechnet sich das überhaupt?
    Die Anschaffungskosten sind exakt kalkulierbar. Dagegen aufzurechnen sind die eingesparten Brennstoffkosten für Öl, Gas oder Strom. Die Kosten dieser Energieträger unterliegen starken Schwankungen und sind über den Zeitraum der Lebensdauer einer Solaranlage von 20 bis 25 Jahren nicht vorhersehbar. Für jedes Gebäude ist eine gut geplante Anlage zumindest innerhalb der Lebensdauer der Solaranlage wirtschaftlich. Im Neubau liegen die Amortisationszeiten meist unter 15 Jahren.
  • Wie groß muss die Solaranlage sein?
    Faustregel: Im Einfamilienhaus 2,0 bis 2,5 m2 Kollektorfläche pro Person. Im Mehrfamilienhaus 3 bis 4 m2 pro Wohneinheit.
  • Wie lange hält eine Solaranlage?
    Mindestens 25 Jahre. Einzelne Komponenten, wie der Solarspeicher, die Verrohrungen wesentlich länger.
  • Welche Förderungen gibt es?
    Informationen zur Förderung für Solaranlagen finden Sie hier.
    Auch in vielen Gemeinden Vorarlbergs werden Solaranlagen zusätzlich zur Landesförderung gefördert – eine Auflistung finden sie hier
  • Wer baut mir eine gute Anlage?
    Im Prinzip hat jeder Installateur bereits zahlreiche Anlagen errichtet und jahrelange Erfahrungen Fragen Sie nach Referenzen. Ein Vergleichsangebot macht ihre Entscheidung sicherer.
  • Grobdimensionierung der Solaranlage
    Die Größe der Solaranlage kann in den meisten Fällen mit Standardwerten geplant werden. In Sonderfällen und bei Anlagen mit Heizungsunterstützung ist eine detaillierte Planung durch einen Fachmann erforderlich. Hier können Sie es selbst ausprobieren:

TiPPS:
Kaufen Sie möglichst alle Teile aus einer Hand. Dadurch ist gewährleistet, dass sie funktional aufeinander abgestimmt sind.
Eine Wartung der Anlage sollte alle drei bis fünf Jahre von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Achten Sie auf beste Wärmedämmung von Warmwasserspeicher und Rohrleitungen.
Lassen Sie sich bei Solaranlagen eine Dimensionierung und Ertragsberechnung vorlegen.
Ein Wärmemengenzähler zur Ertragskontrolle ist besonders bei größeren Anlagen empfehlenswert. (in der Landesförderung Pflicht)
Holen Sie für ein günstiges Angebot mehrere Kostenvoranschläge ein.


Hier können Sie ausrechnen lassen, wie viel Kollektorfläche Sie ungefähr benötigen!
Anzahl der Personen im Haus:
Wasserverbrauch:
solarar
Deckungsgrad:
Kollektor-
Ausrichtung:
Kollektor-Neigung:
Höhe:


m2


Standardwerte für die Dimensionierung - Wassererwärmung in Wohnbauten:

EinfamilienhausMehrwohnungshaus
Kollektorfläche bei
Flachkollektor
2 bis 2,5 m2
pro Person
0,8 bis 1,0 m2
pro Person
Kollektorfläche bei
Vakuum-Röhrenkollektor
1,3 bis 1,8 m2
pro Person
Solarspeicher60-80 Liter
pro m2 Kollektorfläche
40-60 Liter
pro m2 Kollektorfläche
Energieertrag300-400 kWh pro m2350-450 kWh pro m2
Solarer Deckungsbeitrag70 bis 80 %40 bis 60 %

Empfohlener Bereich für die Kollektoraufstellung:
Südost bis Südwest, Neigung 20° bis 90°