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Eckart Drössler: Eine Instanz im Energieinstitut geht in Pension

Ein ziemlich großer Teil der plusminus 45.000 Energieberatungen, die das Energieinstitut in den letzten rund 30 Jahren abgehalten hat, fand unter seiner Leitung statt: Ende September hat sich Eckart Drössler in den Ruhestand verabschiedet. In seine Fußstapfen ist schon letztes Jahr Michael Braun getreten.

Eckart Drössler hat seine Kreise im Energieinstitut gleich zweimal gezogen: Das erste Mal kam er Ende 1991 zum damaligen Energiesparverein und übernahm die Energieberatung. Die breitete er gleich einmal über das Land aus - und zwar in Form zahlreicher regionalen Beratungsstellen. 17 waren es an der Zahl, und sie reichten von Norden bis Süden und von Osten bis Westen. Meist einmal wöchentlich liehen engagierte Beraterinnen und Berater den Ratsuchenden ihr Ohr und den einen oder anderen hilfreichen Ratschlag.

Dort wo die Phanatsie zum Beschreiben der Situation daheim nicht mehr ausreichte, kamen die Beraterin oder der Berater auch zu den Ratsuchenden nachhause, die Vorort-Beratung war geboren.

In der Zeit zwischen 1995 bis 2006 führte Eckart ein technisches Büro und begleitete mehrere Organisationen als Unternehmensberater, ehe er im April 2006 wieder ins Energieinstitut zurückkam. Er führte die Abwicklung einer Qualitätssicherung der Wohnbauförderung ein, die sich - zwar deutlich abgespeckt - bis heute gehalten hat. Und übernahm wieder die Leitung der Energieberatung.

Dort fokussierte er auf die Ausbildung der Beraterinnen und Berater, auch im Rahmen der österreichweiten ARGE Energieberaterausbildung. Aber auch der direkte Kontakt mit den Ratsuchenden waren sein täglich Brot. Unzählige Abende hat er in kleinen und großen Runden sein Wissen und seine Erfahrung gepredigt. Wissenschaftlich fundiert und bestens in der Praxis abgesichert, hat er doch selbst ein Mehrwohnungshaus zu einem Passivhaus saniert. Er weiß halt, worauf es ankommt und wovon er spricht.

Und in den letzten Jahren reifte auf Basis dieser Gespräche das Bedürfnis, sich jenen Fragen zu widmen, die auftauchen, bevor über Dämmstärken bei der Gebäudesanierung diskutiert wird. Also erst einmal zu klären, was ein zu sanierendes Gebäude können muss, welchen Bedarf es zu erfüllen hat, wie eine Sanierung generell zu bewerkstelligen wäre und wo sie denn schlussendlich hinführen sollte. Die Sanierungs-VOR-Beratung, in der rund ein Dutzend Architektinnen und Architekten jene Fragen beantwortet, die eben VOR dem Gang zur Planerin oder zum Planer geklärt werden sollten, war das letzte von vielen prägenden Ergebnissen des Drössler'schen Wirkens im Energieinstitut, das seine Kreise zieht und weiter ziehen wird. Als Leiter der Energieberatung ist Michael Braun bereits 2021 in Eckarts Fußstapfen getreten.

Das Wirken wird Eckart nun wohl noch stärker auf den See verlegen, als er das in den letzten Jahren ohnehin schon getan hat. Es sei ihm von Herzen gegönnt, denn er hat es sich verdient.

Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wüschen Dir lieber Eckart von Herzen
die Vorarlberger Energieberaterinnen und Energieberater und
die Kolleginnen und Kollegen im Energieinstitut Vorarlberg

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