Die Wiederverwendung von Materialien reduziert Bauabfälle und schont wertvolle Rohstoffe.

Nachwachsende Rohstoffe sind Rohstoffe pflanzlicher oder tierischer Herkunft, die zur stofflichen und energetischen Nutzung verwendet werden. Bei der energetischen Nutzung wird der Rohstoff zur Wärmegewinnung oder Stromerzeugung verbrannt, während bei der stofflichen Nutzung der Ausgangsstoff in das Produkt übergeht.

Es gibt vielzählige Produkte und Einsatzbereiche erneuerbarer Rohstoffe, wie beispielsweise Biokunststoffe für Kaffeebecher, pflanzliche Öle für Schmiermittel, Dämmstoffe aus Naturfaser uvm. Ökologische Vorteile bei der Verwendung erneuerbarer Stoffe im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen sind:

  • Bessere CO2-Bilanz (bis zu CO2 Neutralität, geschlossener Kreislauf)
  • Schonung endlicher Ressourcen (Aspekt Nachhaltigkeit)
  • Unproblematische Entsorgung bzw. Wiederverwertung

Die Verwendungsmöglichkeiten der Nawaros sind vielfältig und noch lange nicht ausgeschöpft. Das Programm klimaaktiv Nawaros für innovative Produkte des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich forciert deshalb die stoffliche Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen.
Bei der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe besteht ein immenses Produktspektrum. Es reicht von Baustoffen über Papier und Pappe, Werkstoffe, Schmierstoffe, Zwischen- und Endprodukte für die chemische Industrie bis hin zu Arzneimitteln, Kosmetika, Farbstoffen, Textilien und vielem mehr.

Im Bauwesen kommen vor allem Holz als Baustoff und nachwachsende Rohstoffen als Wärmedämmstoffe zum Einsatz. 

Holz

Der vielseitigste und am häufigsten genutzte Rohstoff ist Holz. Er dient als Konstruktionsmaterial, Hausverkleidung, Wärmedämmung, Innenverkleidung und vieles mehr. Abfall- und Reststoffe, sowie minderwertiges Holz können als erneuerbare Energieträger in Hackschnitzel-, Holzpellet- und Stückholzheizungen verwendet werden.

Neben der verstärkten Nutzung als Konstruktionsmaterial beim Hausbau wird die Nutzung von Biomasse und biogenen Abfallprodukten der Land- und Forstwirtschaft forciert. Hintergrund ist Reduktion fossiler Energieträger.
 

Faser- und Naturdämmstoffe

Im Bauwesen werden Naturfasern vor allem als Dämmstoffe verwendet. Dabei gibt es eine Vielzahl von landwirtschaftlichen- und tierischen- Produkten die von Natur aus sehr gute Eigenschaften aufweisen. Naturfasern wie Flachs, Hanf, usw. sind sehr robust und vielseitig einsetzbar. Zudem können sie das Wohnklima und die Behaglichkeit verbessern und sind nicht zuletzt in der Verarbeitung gesundheitlich unproblematisch.

Steigende Energiepreise, und das vermehrte Wissen um die Vorteile von Naturprodukten, lassen den Markt für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen stetig steigen. Beispiele für nachwachsende Rohstoffe als Dämmstoffe sind Holzfaserplatten, Stroh, Flachs, Hanf, Gras, Schilf, Baumwolle, Schafwolle, Kork, Zellulose oder Sägespäne Lehm ummantelt.

 

Zuletzt aktualisiert am 12. Dezember 2019