In Österreich ist die Sonneneinstrahlung ausreichend, um Photovoltaikanlagen nutzbringend zu betreiben. Aufgrund sinkender Marktpreise von Photovoltaikanlagen ist die Eigenproduktion von Strom auch für Privathaushalte attraktiv.

Kernbestandteile einer PV-Anlage sind die PV-Module zur Stromerzeugung, der Wechselrichter zur Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in Wechselstrom, sowie Sicherheits- und Zähleinrichtungen. Es wird zwischen netzgekoppelten Anlagen und Inselanlagen unterschieden.

Netzgekoppelte Anlagen speisen den überschüssigen Strom in das Stromnetz ein, während Inselanlagen den Strom in Batterien speichern.
Eine Photovoltaik Anlage erzeugt schon in wenigen Jahren mehr Energie als für die Erzeugung nötig ist. Daher sollten möglichste viele, bereits versiegelte, Oberflächen mit Solarsystemen genutzt werden. So kann sauberer Ökostrom erzeugt werden und sehr einfach ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Eckdaten zur Planung:

  • In Vorarlberg kann ein Ertrag von 900 – 1000 kWh pro kWp bei normalen Bedingungen erwartet werden.
  • Pro kWp benötigt man eine Modulfläche von rund 6m2
  • Für die Kosten eines kWp kann als Richtwert EUR 1.500 bis 1.800 angenommen werden.
  • Die Lebensdauer von PV-Anlagen ist 25 Jahre und länger.
  • Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte beträgt 15 Cent/kWh.

Wann rechnet sich meine PV-Anlage?

Der Preis der PV-Module sank in den letzten Jahren ständig. Bei den derzeitigen Stromkosten haben PV-Anlagen dennoch lange Amortisationszeiten. Prinzipiell gilt: Je mehr vom eigenen Strombedarf durch die PV-Anlage abgedeckt wird (Eigendeckungsanteil), desto schneller rentiert sich die Anlage.

Der wichtigste Grundsatz ist: Jede eingesparte Kilowattstunde Strom muss nicht produziert werden und ist damit nachhaltiger Umweltschutz, senkt Ihre Stromkosten und erhöht den Eigendeckungsanteil der PV-Anlage. Die Wirtschaftlichkeit wird besser. Darum ist es ratsam vor dem Bau einer PV-Anlage die möglichen Stromfresser im Haushalt zu identifizieren und den Stromverbrauch durch Nutzungsänderungen zu vermindern. Darüber hinaus können ineffiziente Geräte schrittweise durch neue, energieeffiziente Geräte ersetzt werden.

Eine PV Anlage ist keine Gelddruckmaschine

Prinzipiell kann gesagt werden: Eine PV-Anlage auf dem Eigenheim ist keine „Geldruckmaschine“, rechnet sich aber meist innerhalb der Lebensdauer. Bei neuen PV-Modulen geht man von einer Betriebsdauer von 30 Jahren aus. Werden ca. 30% des produzierten Stromes selber direkt genutzt, zahlt sich die Anlage in kürzerer Zeit selber. Je höher der Eigennutzungsgrad, umso eher rentiert sich die Anlage. Wird allerdings eine Batterie zur Erhöhung der Eigennutzung installiert, verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit des Systems.

Die österreichische Energieagentur stellt auf ihrer Homepage ein Photovoltaik-Berechnungstool zur Verfügung. Das Tool wurde für private Nutzer entwickelt bzw. aktualisiert und ermöglicht eine rasche Abschätzung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen im Neubau und bei Sanierungsvorhaben. Alle aktuellen Förderungen des Bundes werden berücksichtigt.

Weitere Online Simulationsprogramme sind in der rechten Spalte aufgeführt.

Schritte zu meiner PV-Anlage

  1. Abklärung von grundsätzlichen Fragen wie Größe der Anlage, Situierung am Gebäude, möglicher Standort für den Wechselrichter und die Leitungsführung von den Modulen zum Wechselrichter und vom Wechselrichter zum Elektrokasten.
  2. Einholung konkreter Angebote (Nutzen Sie dazu unseren Vorschlag an Qualitätskriterien, den Sie auf der rechten Seite zum Download finden.)
  3. Bauanzeige bzw. Baubewilligung
  4. Anschlussansuchen beim öffentlichen Stromnetzbetreiber
  5. Anerkennung der Ökostromanlage durch das Land Vorarlberg
  6. Förderansuchen stellen

Viele PV-Anlagenerrichter wickeln alle erforderlichen Behördenwege und Anträge im Zuge des Auftrages für Sie ab.

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