Rund 30 bis 50 Liter warmes Wasser verbrauchen wir im Schnitt pro Person und Tag. Bis zu 1.000 Kilowattstunden Energie müssen wir dafür aufwenden. In einem 3-Personen-Haushalt fallen dafür Kosten zwischen 80,- und 340,- Euro im Jahr an. Je nachdem, wie das Warmwasser bereitet wird.

Am teuersten ist die Warmwasserbereitung mit einem klassischen, strombetriebenen Boiler oder mit der Ölheizung. In beiden Fällen ist der Umstieg auf einen Wärmepumpenboiler eine einfache Möglichkeit, den Energieverbrauch und damit die Energiekosten zu reduzieren und einen Beitrag zur Energieautonomie zu leisten.

Wärmepumpenboiler als schnelle und wirksame Maßnahme

Ein Wärmepumpenboiler nutzt zur Warmwasserbereitung neben Strom auch Wärme aus der Umgebungsluft, was seinen Wirkungsgrad gegenüber einem klassischen Elektroboiler deutlich erhöht. Die Kosten für einen solchen Boiler liegen bei etwa 3 bis 4.000,- Euro. Bei guten Voraussetzungen ist der Tausch in einem Tag erledigt. Die Anschaffung amortisiert sich aufgrund der eingesparten Energiekosten binnen einiger Jahre.

In Kombination mit einer PV-Anlage kann das Warmwasser im Sommerhalbjahr sogar mit eigenem Strom bereitet werden.

Thermische Solaranlage in Zusammenhang mit Warmwasser immer eine Überlegung wert

Apropos Sonnenenergie: In Zusammenhang mit Warmwasser ist auch eine thermische Solaranlage immer eine Überlegung wert: Sie erwärmt das Warmwasser im Sommerhalbjahr zuverlässig und umweltfreundlich. Das ist gut, weil zum Beispiel eine Wärmepumpe im Sommer ausgeschaltet werden kann, was ihre Lebensdauer erhöht. Oder weil Öl-, Gas- und auch Holzheizungen im Sommer bei vergleichsweise schlechtem Wirkungsgrad arbeiten, wenn Sie nur etwas Wasser erwärmen müssen.

Eine thermische Solaranlage bringt einen hohen Ertrag. 6 bis 8 m² Kollektorfläche reichen für einen 4-Personen-Haushalt. Bild: Markus Gmeiner

Eine thermische Solaranlage bringt einen hohen Ertrag. 6 bis 8 Quadratmeter Kollektorfläche reichen für einen 4-Personen-Haushalt. Bild: Markus Gmeiner

Haben Sie keine Möglichkeit, Solarenergie zu nutzen, ist aus den gleichen Gründen übrigens auch im Fall eines bestehenden Heizsystems ein Wärmepumpenboiler eine sinnvolle Ergänzung.

Ein Wärmepumpenboiler braucht in etwa so viel Platz, wie ein herkömmlicher Elektroboiler. Plus etwas Raum für die An- und Abluftleitungen. Dafür bringt er – je nach Aufstellsituation – neben der Energieeinsparung weitere Vorteile mit sich. So kann er zum Beispiel einen Raum entfeuchten und kühlen. Oder im Winter die Abwärme aus dem Heizraum nutzen.

Kostenloser Ratgeber zur Warmwasserbereitung

Welche Voraussetzungen für die Installation eines Wärmepumpenboilers  erfüllt sein müssen und welche Möglichkeiten es gibt, haben wir in unserem neuen „Ratgeber Warmwasser“ für Sie zusammen gestellt.

Sie können den Ratgeber online lesen und herunterladen oder kostenlos in unserem Broschürenshop bestellen.

Im Ratgeber finden Sie zudem weitere Tipps, wie Sie die Kosten für die Warmwasserbereitung senken und zur Energieautonomie beitragen können.

Warmwasserverbrauch mit Sparbrause reduzieren

Der wichtigste Tipp gilt ganz unabhängig von der Art und Weise, wie Sie Ihr Warmwasser auf Temperatur bringen: Am energieeffizientesten ist das Warmwasser, das Sie gar nicht brauchen. Dazu müssen Sie nicht unbedingt kälter oder kürzer duschen. Es reicht schon, den Brausekopf gegen eine Sparbrause zu tauschen. Sie reduziert den Wasserbedarf auf fast die Hälfte, und zwar ohne dass Sie das beim Duschen wirklich merken. Eine Sparbrause ist für wenige Euro in jedem Baumarkt zu haben, leicht selbst zu tauschen und amortisiert sich meist schon im ersten Jahr.

Noch Fragen?

Die Profis unserer Energieberatung beantworten Ihre Fragen kostenlos und produktneutral am Energietelefon unter 05572 / 31 202-112 oder per E-Mail an ta.tutitsnieigrene@gnutarebeigrene.