Best Practice: Strategie und Planung
Es gibt viele gute Beispiele, wie Gemeinden Energieeffizienz und Klimaschutz mit strategischem und planerischem Know-how forcieren. Vielleicht ist das ein oder andere Projekt auch für deine Gemeinde eine gute Idee.
Langenegg ist e5-Gemeinde der ersten Stunde und bereits seit 1998 Teil der e5-Familie. Auszeichnungen wie der European Energy Award in Gold 2004 als erste Gemeinde Vorarlbergs, als Klimaschutzgemeinde 2009 oder 30 Jahre aktives Mitglied im Klimabündnis Vorarlberg und vieles mehr begleiten die Vorderwälder Gemeinde auf ihrem Weg in die Energiezukunft.
Die kommunale Wärmewende ist längst geschafft. In Mäder werden alle gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen mit 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern wie Photovoltaik, Biomasse und -gas versorgt. Auch das Ziel, den kommunalen Jahresstromverbrauch künftig nur mit selbst erzeugtem Strom der gemeindeeigenen PV-Dächer zu decken, rückt immer näher. Jetzt hat die Gemeinde auch das klimaneutrale Ortsgebiet per Beschluss im Blick.
Mit dem Beschluss zur Klimaneutralität 2030 hat sich die 2.400- Einwohner-Gemeinde Bludesch ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Kleinere e5-Gemeinden haben zwar oft weniger Ressourcen, können aber mit klaren Strategien, konsequenten Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz sowie Synergien mit anderen Gemeinden und Regionen viel bewegen.
Über Jahrzehnte hinweg war das Zentrum der Marktgemeinde Egg durch ein hohes Verkehrsaufkommen und dementsprechend wenig Aufenthaltsqualität geprägt. Mit dem neuen Dorfzentrum, dem „Posthus“ sowie einem neuen Busterminal wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Kreisverkehr und Tempo 30 spielen dabei eine wichtige Rolle für die Mobilitätswende im Ort.
Insbesondere ältere Ein- und Zweifamilienhäuser weisen große Wohnraumreserven und hohe Sanierungsrückstände zugleich auf. Durch Informationsveranstaltungen, kostenloser Basisberatung und einer geförderten weiterführenden Beratung soll die Sanierungsrate erhöht und zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden.
In der Gemeinde Röthis wurde eine dreitägige Veranstaltung durchgeführt, welche die Chancen und Potentiale zum Thema Leerstand aufzeigen soll. Dabei wurde auf die Aktivierung von leistbarem Wohnraum, der Verringerung des Drucks auf Grund und Boden, den Erhalt von historischen Gebäuden mit kulturellen Identitäten und mehr Leben sowie Miteinander innerhalb der Ortschaft fokussiert.
Mit dem Bekenntnis zur Energieautonomie 2050 und der 2000-Watt-Gesellschaft hat sich Feldkirch bereits ambitionierte Ziele gesetzt. Mit dem Energiemasterplan Feldkirch (EMP-Feldkirch) wurde nun ein strategisches Instrument zur Planung, Entscheidungsunterstützung und langfristigen Zielerreichung erarbeitet.
In Hittisau soll Raum im Interesse aller Bürger*innen entwickelt und genutzt werden. Sparsamer, bewusster und umsichtiger Umgang mit Grund und Boden ist das Ziel. Um dieser Anforderung gerecht werden zu können, werden verschiedene Instrumente genutzt, die in der Entscheidungsfindung unterstützen (Räumliches Entwicklungskonzept, Flächenwidmungsplan, Vertragsraumplanung und vieles mehr). Seit Herbst 2016 lädt der Raumplanungsausschuss außerdem zu regelmäßigen Wahrnehmungsspaziergängen